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Kunstleiterin

Doz. Eva Kröschlová unterrichtete über 55 Jahre an der Theaterfakultät der prager Akademie darstellender Künste (AMU) Volkstanz und historische Tänze, sowie rhytmische Erziehung und Bühnenbewegung. Sie hat sich auch an zirca 60 Theater- oder TV-Inszenierungen beteiligt. Als Choreograph oder Fachinstruktor hat sie etlichen Amateur-Tanzgruppen geholfen. Schon als Mitgleid der Tanzgruppe ihrer Mutter - der ersten tchechischen Ausdruckstanz-Choreographin Jarmila Kröschlová - war sie an historischen Tänzen interressiert. (Im Jahre 1943 hat sie die Orchesographie von Th. Arbeau aus der Czerwinski-Ausgabe exzerptiert.) In den Jahren 1957-8 hat sie mit ihren Studenten an Konzerten der Neuen Madrigal-Sänger von M. Venhoda in Prag, Brünn und Pressburg getanzt. Seit 1985 unterrichtet sie in den Sommerkursen der Gesellschaft für alte Musik in Kroměříž und Valtice und seit 1962 ist sie Mitglied der choreographischen Study-Group vom International Council of Traditional Music (ICTM-UNESCO) später auch CID (Conseil International de la Danse).

Aus ihren Schriften sei erwähnt: Tance osmi století (Tänze von acht Jahrhunderten, 1963), Encyklopedie tělesné kultury (Enzyklopädie der Körperkultur, 1964; Mitglied des Autorenkollektivs), Polka (deutsch 1967), Hudební výchova pohybem (Musik-Erziehung durch Bewegung, in: Tschechisches Orff-Schulwerk; 1967 und 1982), Rytmická pohybová výchova v múzickém vzdělávání (Rhytmische Erziehung in der musischen Bildung, 1969), Kontratance různých končin (Kontratänze von verschiedenen Ländern, 1969), Dobové tance 16. – 19. století – skupinové formy (Historische Tänze des 16. - 19. Jahrhunderts-Ggruppenformen, 1981), Polonéza (Polonaise, 1985), kapitoly z dějin tance v Dějinách umělecké kultury (Kapitel aus der Tanz-Geschichte, in: Geschichte der Kunst-Kultur, 1989), Zum Tempo (in: Konferrenzbericht Michaelstein 1991; 1993), Tanz in der Tschechischen Republik (in: Musik in Geschichte und Gegenwart, 1998).

Eva Kröschlová arbeitete in den Jahren 1197-2000 als Regisseur und Choreograph mit dem Ensemble La Fiamma, mit dem sie drei Konzertprogramme einstudierte.

"In jedem Tanz ist eine ganze Welt seiner Schöpfer enthalten - ihre Gefühle, Ansichten, Vorliebe, aber auch ihre Lebensbedingungen. Diese zu suchen und in den eigenen Ausdruck einzuschmelzen - das ist die Aufgabe heutiger Tänzer." EK